|
Irgendwie hat es heuer ein wenig gedauert, bis ich wirklich zeigen konnte was ich drauf habe. Beim ersten Bewerb in der Schweiz, war ein wenig der Wurm drin, wie man so schön sagt. Im Halbfinale bin ich ziemlich verkrampft geklettert, konnte es nicht richtig genießen und landete schließlich auf dem 9. Rang.... So habe ich mir den Saisonstart eindeutig nicht vorgestellt!!! Kili und Katha konnten auftrumpfen und beendeten den ersten Weltcup auf Platz 1 bzw. 5.
Mit ein wenig Wut im Bauch hieß es eine Woche Vollgas trainieren mit Katha und Kili im Tivoli. Dann gings schon weiter nach Wien.
Unser einziger Weltcup vor Heimpublikum, hier wollte ich natürlich unbedingt ins Finale, um die Stimmung so richtig genießen zu können. Das gelang auch- beim Besichtigen der Finalboulder stellten Alex, die Amerikanerin und ich fest, dass die ersten 2 Probleme nicht ganz unserem Stil entsprachen... 2 Platten. Unsere Devise: Überstehen und dann so richtig angasen. Leider waren genau die letzten Boulder ein wenig zu schwer, es gelang keiner Finalistin zu toppen und somit beendete ich den Wien-Weltcup auf dem 5.Rang.
Bei den Herren konnte Kili den zweiten Sieg in Folge holen und Adam Ondra auf den zweiten Platz verweisen.
Schon am Tag darauf hieß es auf nach Amerika. Zuerst gings nach Boulder, um zu trainieren, den Jetlag zu überwinden, nach den vielen Regentagen endlich die Sonne ein wenig zu genießen und Spaß zu haben.
Einen Tag vor dem Bewerb gings nach Vail, dort wurde die Stimmung schon vor dem Wettkampf getrübt, da sich Kili den Zeh ordentlich anschlug und dieser komplett blau anlief und ordentlich dick wurde. Bei der Quali verletzte sich dann auch noch Johanna am Sprunggelenk und war in den kommenden Tagen nur mehr mit Krücken am Weg. Unser Traumphysio Klaus Isele hatte alle Hände voll zu tun, besorgte Eissprays, Schienen, Krücken usw.. was in den USA ganz und gar kein Kinderspiel ist!!!
Trotzdem konnte ich in Vail Vollgas geben. Nach Quali und Halbfinale lag ich in Führung und nach dem Finale musste ich mich nur der Belgierin Chloé Graftiaux geschlagen geben. Es hat irrsinnig Spaß gemacht in Vail zu bouldern, die Stimmung dort ist einfach nicht zu überftreffen und ich bin froh, dass meine Formkurve nach oben zeigt ;) .
|