– worum geht es eigentlich?
Man begegnet einer Vielzahl von Bezeichnungen wie RAW Food, RAW-Diät, Living Food oder, auf Deutsch, so etwas wie „lebende Ernährung“. Wie auch immer die Bezeichnung lautet, es handelt sich immer um eine Ernährungsweise, die auf der Idee basiert, dass thermisch zubereitete Speisen alle für den Körper nützlichen Stoffe verlieren. Die Zubereitung der Speisen erfolgt daher nicht bei Temperaturen über 42 °C.

Die RAW-Ernährung hat noch einige Unterarten. Man kann auf Vitarier stoßen, die sich ausschließlich von pflanzlichen Produkten und nicht von tierischen ernähren. Man kann also sagen, dass es sich um Veganismus handelt, der die Temperaturvorschriften bei der Zubereitung von Speisen einhält. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, auch tierische Produkte zu essen, diese müssen jedoch nicht erhitzt sein (rohes Fleisch, Eier, unpasteurisierte Milch, roher Fisch usw.).
Auf dem Speiseplan stehen meist Obst, Gemüse, Samen, Nüsse und Trockenfrüchte.
Grundsätze
· Hunger – Bei dieser Ernährungsweise gilt der Grundsatz, dass man niemals Hunger haben darf. Deshalb ist es gut, immer ein Stück Obst griffbereit zu haben.
· Essen Sie Obst nicht nach Gemüse. Denn jedes Lebensmittel wird unterschiedlich lange verdaut, was zu Blähungen und Verdauungsproblemen führen kann.

Vorteile
· Durch den Verzehr großer Mengen an Gemüse und Obst versorgen Sie Ihren Körper mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen
· Sie werden eine Gewichtsabnahme feststellen
· Indem Sie das Gemüse nicht erhitzen, bleiben seine wertvollen Inhaltsstoffe erhalten
· In diesen Gerichten finden Sie keine E-Nummern (Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker und andere chemische Zusatzstoffe)
· Wenn Sie kein Fleisch essen, vermeiden Sie Hormone, die dem Fleisch zugesetzt werden
Nachteile
· Experten zufolge handelt es sich um eine energetisch unausgewogene Ernährung – Mangel an Proteinen, Vitamin D und B12, bestimmten Mineralstoffen und Omega-3-Fettsäuren
· Wenn Sie sich für den Verzehr roher tierischer Produkte entscheiden, setzen Sie sich den darin enthaltenen Bakterien aus
· Große Mengen an Gemüse können Verdauungsprobleme verursachen
· Da sich nicht viele Restaurants auf diese Ernährungsweise spezialisiert haben, werden Sie bei der Auswahl eines Lokals für das Mittagessen etwas Schwierigkeiten haben.